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Die neue Glocke für die

St. Moritz Kirche wird gegossen


 



 

 

 

 

Am 19.08.2010 machten sich die Mantler mit einem bis auf den letzten Platz besetzten Bus auf den Weg nach Passau zur Glockengießerei Perner.

Begrüßt wurden wir mit der Bayernhymne, die von einem Glockenspiel vorgespielt wurde.

Anschließend wurde uns erklärt, wie eine neue Glocke entsteht. Der Kern wird aus Ziegeln gemauert, auf diesen wird Lehm aufgebracht. Auf den Lehm kommt dann die "falsche Glocke", darauf wieder eine Schicht Lehm. Nach dem Trocknen wird die "falsche Glocke" herausgeschlagen und der äußere Mantel wieder aufgesetzt. In dem vorhandenen Hohlraum entsteht dann die neue Glocke.
In einer Werkstatt konnten wir zusehen, wie die Lehmschicht für die neue Glocke aufgetragen wird.
Eine Glocke mit den angebrachten Verzierungen konnten wir auch begutachten. Es handelt sich hier um die sogenannte "falsche Glocke", auf die noch eine Schicht Lehm aufgetragen wird. In dieser Schicht drückt sich dann die Verzierung ab, die dann auch auf dem Guss zu sehen ist.
Die großen Glocken werden in die Erde eingegraben. Anschließend wird über einen Kanal die Bronze eingeleitet. Die Glocken bleiben dann für ca. 2 Wochen in der Erde, bis sie abgekühlt sind.
Nun durften wir in die Gießerei zu "unserer" Glocke.

Bevor der Guss in Angriff genommen wurde, beteten wir gemeinsam das Vater unser. Pfarrer Baiju sprach noch ein Gebet für die neue Glocke. Außerdem wurde von Frau Kuchenreuther eine Lesung und von Frau Kuschidlo Fürbitten vorgetragen.

Somit stand einem Gelingen nichts mehr im Wege.
Endlich war es soweit: Unsere Glocke wurde gegossen. Dazu wurde Bronze - ein Gemisch aus 78 % Prozent Kupfer und 22 % Zinn - in die Glockenform eingebracht.
Natürlich wurde auch ein Überschuss gegossen, dieser wird beim nächsten Guss eingeschmolzen und wieder verwendet.
Das Feuer oben auf der Glocke soll die Hitze noch eine Zeit lang erhalten, damit die Bronze nicht zu schnell abkühlt.
Das "Etikett" auf der Glocke für die Moritz-Kirche.
Unsere Glocke (ca. 40 bis 50 kg schwer) im Vergleich mit einer 2 t schweren Glocke im Hintergrund.

Der Besuch bei der Firma Perner in Passau war für alle ein interessantes und auch großartiges Ereignis.

Vielen Dank an den Förderverein der Moritz-Kirche - allen voran natürlich Harald Puckschamel - für die Organisation der Busfahrt.


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